Angepasste Bergbauplanung für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain08.02.2021

Der Ort Pödelwitz und das Abbaufeld Groitzscher Dreieck mit der Ortschaft Obertitz werden von MIBRAG für die Kohleförderung des Tagebaus Vereinigtes Schleenhain nicht mehr in Anspruch genommen.

Nach Gesprächen mit dem sächsischen Wirtschaftsministerium und dem sächsischen Oberbergamt erklärte der Vorsitzender der MIBRAG Geschäftsführung, Dr. Armin Eichholz: „Wir haben mit der überarbeiteten Bergbauplanung für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain eine weitreichende und verantwortungsvolle
Entscheidung für die Region und für unser Unternehmen getroffen.“

Durch das von Bundestag und Bundesrat beschlossene Gesetz zur Reduzierung und zur Beendigung der
Kohleverstromung verkürzt sich die Laufzeit des von der MIBRAG mit Kohle belieferten Kraftwerkes Lippendorf auf Ende 2035. Die Anpassung der Bergbauplanung für den Tagebau Vereinigtes Schleenhain trägt diesem Umstand und der veränderten Situation am Energiemarkt Rechnung, erklärte das Unternehmen weiter.

Der sächsische Wirtschaftsminister Martin Dulig sprach von einer „konsequenten und gleichzeitig mutigen Entscheidung des Unternehmens“. Er sei froh, dass gemeinsam mit der MIBRAG die Anpassung der Unternehmensplanung und damit ein Punkt aus dem Koalitionsvertrag im Sinne von Pödelwitz erfüllt werden konnte. Jetzt sei es wichtig, die angepasste Unternehmensplanung vollständig umzusetzen und den gesamtgesellschaftlich vereinbarten Kohlekompromiss abzusichern. Das betreffe auch Maßnahmen und die
unterstützende Begleitung mit und für die MIBRAG, um das Unternehmen und betroffene Arbeitsplätze zu sichern.

Mit dieser Entscheidung wird im Mitteldeutschen Revier keine weitere Kommune im Zuge der Kohlegewinnung mehr umgesiedelt werden müssen. Die MIBRAG wird gegenüber der bisherigen Unternehmensplanung rund sechs Jahre früher als geplant die Kohlegewinnung einstellen und damit den gesamtgesellschaftlich vereinbarten Kohlekompromiss absichern. Ein Ergebnis dieser Planung ist, dass die
Ortschaften Pödelwitz und Obertitz erhalten bleiben können, auch wenn in Pödelwitz die MIBRAG auf Basis eines Grundlagenvertrages aus dem Jahr 2012 rund 90 Prozent der Einwohner bereits entschädigt und umgesiedelt hat.

Quelle: DEBRIV - Bundesverband Braunkohle

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