Pellets weiter im Preishoch19.05.2022

Starke Nachfrage im Mai und höhere Produktionskosten

Berlin, 17. Mai 2022. 

Die kriegsbedingten Auswirkungen auf die Energiepolitik sind auch am Pelletmarkt spürbar, wo im Mai noch keine Entspannung bei der Preisentwicklung festzustellen ist. Eine auch international sehr hohe Nachfrage verbunden mit stark gestiegenen Produktions- und Logistikkosten sorgt nach der Preiserhebung des Deutschen Pelletinstituts (DEPI) für einen bundesweiten Durchschnittspreis von 393,25 Euro/ Tonne (t). Die Entwicklung zeigt ein Plus von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat und von 81,2 Prozent zu Mai 2021. Dennoch sind Pellets weiterhin deutlich günstiger als fossile Energieträger. Der Preisvorteil gegenüber Gas und Öl beträgt knapp 40 Prozent. Ein Kilo Pellets kostet 39,33 Cent, die Kilowattstunde (kWh) klimafreundliche Wärme 7,87 Cent.

Trotz einer erneuten Rekordproduktion im ersten Quartal 2022 und einer guten Rohstofflage sinkt der Preis für Pellets zum Frühjahr nicht wie üblich“, erklärt Martin Bentele, Geschäftsführer beim Deutschen Pelletinstitut. „Momentan kommen zwei externe Faktoren zusammen, auf die die Branche keinen Einfluss hat: Neben den hohen Strom- und Spritkosten, die Produktion und Handel verteuern, gibt es bei den Verbrauchern aktuell einen stark ausgeprägten Trend zur Bevorratung und somit eine jahreszeitlich extrem hohe Nachfrage“, so der Branchenexperte weiter.

Regionalpreise

Beim Pelletpreis ergeben sich im Mai 2022 regional folgende Unterschiede (Abnahme 6 t): In Süddeutschland sind Pellets mit 379,76 Euro/t wie in den letzten Monaten am günstigsten. In Mitteldeutschland kosten sie im Durchschnitt 405,13 Euro/t, in Nord-/Ostdeutschland 414,02 Euro/t.

Größere Mengen (26 t) werden im Mai 2021 zu folgenden Konditionen gehandelt: Süd: 360,65 Euro/t, Mitte: 388,83 Euro/t, Nord/Ost: 390,82 Euro/t (alle inkl. MwSt.).

DEPI-Pelletpreis

Der DEPI-Pelletpreis wird seit 2011 im Monatsrhythmus veröffentlicht, bis Mai 2020 vom Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Er bezeichnet den Durchschnittspreis in Deutschland für eine Tonne Pellets der Qualitätsklasse ENplus A1 der jeweiligen Abnahmemenge (Lieferung im Umkreis 50 km, inkl. aller Nebenkosten und MwSt.) – deutschlandweit und in drei Regionen. Beim DEPV ist ein DEPV-Pelletpreis für Lieferverträge (netto) abrufbar.

Pellets weiter im Preishoch

 

Quelle: Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI)

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