Die Entstehung von ErdölVor Jahrmillionen…

Vor Jahrmillionen geschah in grosser Tiefe ein kleines Wunder

Wie das Erdöl entstanden ist, dazu wurden verschiedene Theorien aufgestellt. Die Klärung dieser Frage ist deshalb so schwierig, weil Erdöl heute fast nie mehr am Ort seiner Entstehung - im Muttergestein - zu finden ist, sondern im Laufe von Jahrmillionen als flüssige Substanz in die heutigen Lagerstätten - das Speichergestein - wanderte. 

Nach heutigem Wissensstand waren große Mengen maritimer Kleinstlebewesen, vor allem Algen, Ausgangsmaterial zur Bildung von Erdöl. Diese lebten überwiegend freischwebend als Plankton im Meerwasser; nach ihrem Absterben sanken sie zu Boden und verwesten, sofern genügend Sauerstoff vorhanden war. Fehlte der Sauerstoff, blieb jedoch die organische Substanz erhalten und bildete zusammen mit feinsten Gesteinsresten einen Faulschlamm. Hieraus entstand dann unter dem Einfluß verschiedener Faktoren (vor allem Druck) das sogenannte Muttergestein. Unvorstellbar langsam bildeten sich hierin Erdöl und Erdgas, vor 100 bis 400 Millionen Jahren. Voraussetzung waren höhere Temperaturen (optimal 65° C bis 120° C), die in tieferen Erdschichten als natürliche Wärme anzutreffen sind.

Die heutige Lage des Erdöls

Aus dem Muttergestein wanderten Erdöl und Erdgas durch feine Poren und Risse in den Gesteinsschichten empor, bis sie auf eine undurchlässige Schicht stießen. Darunter sammelten sich diese Primärenergien zu den heute bekannten Vorkommen. Rund 80% der bestätigten Erdölreserven der Welt liegen unter dem Scheitel eines sogenannten „Sattels". Hier wölben sich die Gesteinsschichten empor, und Erdöl und Erdgas sammelten sich in porösen Schichten unter der „umgestülpten Schüssel".

Ölförderung

Ölförderung und - Nutzung

Die Nutzung von Erdöl begann schon zu Zeiten der Ägypter

Bei der Suche nach Erdöl und Erdgas muß man sich ein Bild vom Verlauf der Gesteinsschichten machen, um herauszufinden, wo Vorraussetzung für die Ansammlung von Erdöl und Erdgas im Untergrund sind. 

Wird eine Lagerstätte angebohrt, so gibt es zwei Möglichkeiten der Förderung: Entweder das Speichergestein steht durch Erdgas unter einem hohen Lagerstättendruck, der einige 100 bar betragen kann und das Öl mit Gewalt nach oben drückt; diese Art der Förderung nennt man Eruptivförderung. Oder es herrscht ein zu geringer oder gar kein Lagerstättendruck, dann müssen Tiefpumpen das Öl fördern; man nennt dies Pumpenförderung.

Die ersten Bohrungen

Bei den ersten Erdölbohrungen 1857 in Rumänien, 1858 in USA und im gleichen Jahr auch in Deutschland in Wietze bei Celle wurde man bereits in Tiefen von weniger als 50 m fündig. Heute muß man einige 1.000 Meter tief bohren, um in erdölhöffigen Gebieten auf Öl zu stoßen, wobei im Einzelfall Bohrtiefen von mehr als 6.000 m erreicht wurden. Durchschnittlich ist nur eine von acht Suchbohrungen fündig.

Erdöl wird schon seit der Antike vom Menschen genutzt

Vor Jahrtausenden hatten bereits Chinesen, Ägypter, Assyrer und später auch die Römer Erdöl, das auf natürlichem Wege aus dem Boden trat, u.a. als Heilmittel, zu Leuchtzwecken und als Abdichtmaterial verwendet. In der Nähe des Tegernsees nutzten die ansässigen Mönche schon um 1400 das dort in kleinen Mengen aus der Erde tretende Öl unter dem Namen "St. Quirinus-Öl" Erdöl zu Heilzwecken.

Vielseitiger Einsatz von Erdöl

Die Eigenschaften von Erdöl

Aussehen und Eigenschaften des Erdöls können stark variieren

Erdöle weichen in Qualität, Aussehen und spezifischem Gewicht (Dichte) voneinander ab. Die Viskosität ist für den Transport und die Verarbeitung eine entscheidende Größe; manche Rohöle sind dünnflüssig und von strohgelber Farbe, manche dickflüssig, beinahe schon fest und tiefschwarz. 

Erdöle bestehen aus einer Vielzahl von chemischen Verbindungen, die fast ausschließlich aus Kohlenstoff (C) und Wasserstoff (H) (= Kohlenwasserstoffe) bestehen. 

Daneben findet man immer Verbindungen mit Schwefel, Stickstoff, Sauerstoff und Spuren weiterer Elemente. Insbesondere die Schwefelverbindungen bereiten für die Kraftstoffherstellung und Anwendung Probleme. 

Zerlegt man Rohöl in seine Elemente, so erhält man 83 bis 87 Gewichtsprozent Kohlenstoff, 11 bis 15 Gewichtsprozent Wasserstoff, bis zu 6 Gewichtsprozent Schwefel sowie Spuren von Sauerstoff, Stickstoff und Metallen.

Erdöl - das schwarze Gold

Kein anderer Energieträger, kein anderer Rohstoff läßt sich vergleichsweise so einfach transportieren, so einfach verarbeiten und so vielfältig verwenden wie das Erd- bzw. Mineralöl. Dieser Umstand, gepaart mit einer Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, ließ Erdöl zum wichtigsten Energieträger und zum bedeutendsten Handelsgut der Welt werden.

Die Vorteile von Öl

  • 35% aller deutschen Haushalte nutzen z.Z. Heizöl.
  • Erprobte und auf dem Markt erhältliche Heizungstechnik
  • Breite Auswahl an Geräten, ein weites Servicenetz
  • Energieausnutzungsgrad: ca. 90 %
  • Bewährte Technik
  • Keine Gebundenheit an nur einen Lieferanten
  • Dadurch Unabhängigkeit in Preis und Qualität

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